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Institut für Mathematik

Internationaler Mathematik-Wettbewerb Náboj erstmals in Würzburg

28.03.2025

25 Teams mit insgesamt 120 Teilnehmern und Teilnehmerinnen stellten sich der Herausforderung des Mathematik-Wettbewerbs Náboj.

Teamarbeit während des Wettbewerbes im Pabel-Hörsaal (Bild: Jonas Hollenberger)

Reges Treiben herrschte am Freitag, 14. März, am Institut für Mathematik. 25 Teams mit insgesamt 120 Teilnehmern und Teilnehmerinnen von Schulen der Region stellten sich der Herausforderung des Mathematik-Wettbewerbs Náboj und traten gegen über 1500 Teams aus 14 Ländern an.

Náboj ist ein Mathematik-Wettbewerb für Mannschaften, die aus maximal fünf Schülerinnen und Schülern einer Schule bestehen. Er wurde erstmals 1988 in Bratislava ausgetragen und weitet sich auf immer mehr Standorte aus. Der Austragungstag für dieses Jahr war der 14. März – der internationale Tag der Mathematik, der wegen der amerikanischen Schreibweise 3/14 auch als Pi-Tag bekannt ist. Das nahm das Institut für Mathematik der Universität Würzburg unter Federführung von Dr. Theresa Lechner zum Anlass, diesen Wettbewerb nach Würzburg zu holen, als viertem Standort in Deutschland neben Passau, Hamburg und Leipzig.

Schülerinnen und Schüler von 13 Schulen zwischen Ansbach und Frankfurt traten dabei in Würzburg an. Nach der Erklärung der Regeln startete der Wettbewerb mit einem gemeinsamen Countdown, bevor die Teams den Umschlag mit den ersten sechs Aufgaben öffnen durften.

Aufgaben-Beispiel

Wie lautet die größte zehnstellige Zahl, bei der zwischen jedem Paar gleicher Ziffern mindestens eine kleinere Ziffer liegt?

(Lösung)

Sobald eine Mannschaft eine Aufgabe richtig gelöst hat, kann diese am Kontrollpunkt gegen eine neue Aufgabe eingelöst werden. Es gewinnt das Team, das während des 120-minütigen Wettbewerbs die meisten Aufgaben gelöst hat. Dabei treten die Mannschaften in zwei Kategorien an: Als Junioren starten diejenigen, bei denen alle Schülerinnen und Schüler noch nicht die letzten beiden Klassenstufen vor dem Abitur besuchen. Das sind in Bayern alle bis zur 11. Jahrgangsstufe. Alle anderen starten als Senioren.

Der besondere Clou des Wettbewerbs: Alle Teams an 37 Standorten haben dieselben Aufgaben und lösen diese zur gleichen Zeit. Währenddessen sind die Ranglisten live eingeblendet. Das bedeutet, dass die Mannschaften ihre Leistung nicht nur mit anderen in Würzburg, sondern auch in ganz Deutschland und sogar mit den über 1500 Teams international in Echtzeit vergleichen konnten.

Beim Náboj steht aber nicht das Gegeneinander im Mittelpunkt, sondern das Miteinander: Ein gutes Abschneiden hängt nicht nur von den individuellen Fähigkeiten der bis zu fünf Teammitglieder ab, sondern vor allem von ihrer effizienten Zusammenarbeit. Neben mathematischen Grundkenntnissen zählen dabei vor allem logisches Denken und kreative Ideen.

Die besten Teams des Würzburger Wettbewerbs wurden in der anschließenden Preisverleihung durch den geschäftsführenden Vorstand des Instituts für Mathematik, Prof. Dr. Frank Werner, ausgezeichnet. Auch in seinem Grußwort betonte er, dass Náboj die eigentliche Arbeitsweise in der Mathematik vermittelt: Mathematik ist Team-Sport. Im Gegensatz zu vielen anderen Wettbewerben geht es darum, gemeinsam Lösungen zu finden.

Neben Buchpreisen und Urkunden erhielten die besten Teams dank der Förderung durch den Universitätsbund Würzburg, das Würzburg Mathematics Center of Communication and Interaction (WMCCI) und der Sparkasse Mainfranken die begehrten Náboj T-Shirts mit Sammelcharakter: Diese haben in jedem Jahr eine neue Farbe und ein eigenes Design.

Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler, begleitender Lehrkräfte und zahlreicher Helferinnen und Helfern des Instituts für Mathematik sind durchweg positiv: Allen hat dieser Wettbewerb viel Spaß gemacht. Beim nächsten Náboj am 13. März 2026 soll Würzburg daher wieder dabei sein.


Kontakt

Dr. Theresa Lechner, Institut für Mathematik, theresa.lechner@uni-wuerzburg.de

Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie alle Ergebnisse und Bilder: https://naboj.org/ 

Weitere Bilder

Von Dr. Theresa Lechner

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